Zarte Haut durch Glycerin?

Glycerin, ein Inhaltsstoffe dem nicht nur positive Wirkungen, sondern auch Gerüchte zugeschrieben werden. Aber stimmt dieses Gerücht? Oder ist es ein toller Inhaltsstoff? All das möchte ich Dir heute erklären.

Übrigens wird dieser Inhaltsstoff sowohl in konventioneller Kosmetik als auch in Naturkosmetik verwendet und soll dabei als Feuchtigkeitsspender für trockene Haut sorgen.

Was ist Glycerin chemisch gesehen?

Glycerin ist auch unter dem Namen Glycerol bekannt. Wie Du vielleicht weißt, steht das -ol für Alkohole, und so handelt es sich beim Glycerol um einen dreiwertigen Alkohol.

In der Natur ist dieser Alkohol übrigens Bestandteil aller natürlichen Öle und Fette.

Aber wie wird das Glycerol für den Gebrauch in Kosmetika gewonnen?

Glycerin entsteht als Nebenprodukt bei der Herstellung von Biodiesel, aber auch bei der Verseifung von Ölen und Fetten. Dabei hat das Glycerin, welches in unseren Kosmetika vorkommen, meist pflanzlichen Ursprung.

Welche Wirkungen hat Glycerin?

Dem Inhaltsstoff werden drei wichtige Wirkungsweisen zugeschrieben:

  1. erhöht die Elastizität deiner Haut: Es wird also eine Hautschutzbarriere gebildet
  2. schützt Deine Haut vor Irritationen
  3. feuchtigkeitsbindend: Schützt deine Haut vor dem Austrocknen und macht die Haut geschmeidig

Da dieser Inhaltsstoff tief in die Hornschicht Deiner Haut eindringt, kannst Du ihn nicht einfach abwaschen, so hast du eine längere Zeit von seiner Wirkung, denn Deine Haut ist länger zarter.

Glycerin, ein Inhaltsstoffe dem nicht nur positive Wirkungen, sondern auch Gerüchte zugeschrieben werden. Aber stimmt dieses Gerücht? Oder ist es ein toller Inhaltsstoff? All das möchte ich Dir heute erklären.

Und welches Gerücht gibt es jetzt?

“ Glycerin trocknet deine Haut aus“

Dieses Gerücht ist wahr und falsch – komisch, oder?

Das Gerücht ist wahr, weil

ab einer Konzentration von 30% ist die Konzentration von diesem Inhaltsstoff in Kosmetika kritisch zusehen und kann zu einem Austrocknen Deiner Haut führen.

Das Gerücht ist falsch, weil

in Kosmetika meist eine Konzentration von maximal 10% eingesetzt wird. Bei diesen Konzentrationen bewirkt das Glycerol eher das Gegenteil vom Austrocknen: Es spendet Deiner Haut Feuchtigkeit und tut ihr somit echt gut.

Wo wird Glycerin eingesetzt?

Du findest diesen Inhaltsstoff nicht nur in Kosmetika, wie Cremes oder Salben, Seifen oder Duschgel eine Anwendung. Auch in Zahnpasta, Kaugummis oder in Medikamenten findest Du ihn.

Wusstest Du schon?

Dass Du Glycerin deiner Haut nicht nur von außen – also beispielsweise durch Kosmetika wie Cremes – zuführst, sondern es auch ein körpereigener Stoff ist, der Deiner Haut somit auch von innen zugeführt wird?

Denke daran, dass Deine Kosmetika nicht nur aus Glycerin bestehen, und die Wirkungsweise so auch durch das Vorhandensein von anderen Inhaltsstoffen abgeschwächt werden kann. Denn oft verhindern Inhaltsstoffe wie Öle, Fette oder Wachse dass das Glycerin die aus der Hornschicht geholte Feuchtigkeit auch in der oberen Hautschicht behält und Deine Haut so feucht hält.

Fazit

Ich persönlich mag Kosmetika, die Glycerol in ihrer INCI-Liste stehen habe, und nutze diese auch relativ oft. Da ich diesen Inhaltsstoff sehr gerne mag (und er einfach ein super Feuchthaltemittel ist), finde ich es schade, dass er so in Verruf geraten ist, denn dieser Inhaltsstoff tut Dir nichts!

 

 

 

Comments 2

  1. Danke für diese tolle Erklärung! Für mich war Glycerin bisher immer nur das Zeug, das Cremes und Gele eben cremig und gelig macht und in riesigen Mengen in der Seifenherstellung anfällt. Als Feuchtigkeitsspender habe ich es noch nie in Betracht gezogen.

    Unter „Glycol“ versteht man übrigens eher den zweiwertigen Alkohol „1,2-Ethandiol“. Ich vermute, dass du stattdessen „Glycerol“ meintest 😉

    Viele Grüße,
    Marco

    1. Post
      Author

      Hallo Marco!

      Ohje, da waren meine Finger wohl mal wieder schneller als der Kopf – natürlich muss es Glycerol sein und nicht Glycol 🙂
      Danke dafür! Ich habe gleich den Beitrag angepasst.

      Liebe Grüße,
      Maike

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