Das Motorola X Play im Test

Seit einigen Monaten besitze ich nun das Motorola X Play, eine gute Zeit um sich mit den Stärken und Schwächen des Smartphones auseinanderzusetzen.

Über Motorola

Motorola ist quasi der Ursprung aller Mobiltelefone, denn das Unternehmen erfand 1989 das erste Mobiltelefon weltweit.

Heute entwickelt Motorola Android-Geräte und setzt dabei auf Entwicklungen von Google.

Momentan gibt es 6 Geräte von Motorola am Markt: Die Moto E in zweiter Generation , Die Moto X in zweiter Generation, die Moto G in dritter Generation, das Moto X Force, das Moto X Style und eben das Moto X Play was ich euch heute vorstellen möchte.

Über das Motorola X Play

Das Motorola X Play wird auf dem Markt in weiß oder schwarz verkauft, kann allerdings mit Hilfe des Moto Makers online individualisiert werden.

Durch die für Motorola typische gewölbte Rückseite kommt es dem Moto X  optisch sehr nahe.

Lieferumfang

Das Motorola X Play wird in einer Pappschachtel geliefert, die neben dem Smartphone noch ein Ladegerät mit zwei USB-Ports, ein USB-Kabel, einen Sim-Karten-Slot-Öffner und eine Kurzanleitung enthält.

äußere Werte

Durch seinen 5,5 Zoll großen Bildschirm wirkt das Smartphone recht groß, doch überzeugt es durch sein 403 dpi scharfem Full-HD-Display, welches mit 1080×1920 Pixeln auflöst.

Das Smartphone ist sehr gut verarbeitet, ein Rahmen aus Kunststoff bildet das Grundgerüst für die hochglänzende Vorderseite und die gummierte, abgerundete Rückseite.

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Die Frontkamera löst mit 5 Megapixeln auf, die Rückkamera mit 21 Megapixeln und Sensor von Sony nimmt Videos im Full-HD-Format auf.

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Das Motorola X Play bietet einen Sim-Karten-Slot, jedoch hat Motorola noch einen zweiten eingebaut, der aber blockiert ist. Mit etwas technischem Geschickt kann dieser jedoch nachträglich relativ leicht freigeschaltet werden.

Auch ein externer Speicherkartenslot für Mirco-SD-Karten bis zu 128GB ist hier verbaut, dadurch kann man den 16GB großen internen Speicher leicht verachtfachen.

innere Werte

Aber es kommt ja auch auf die inneren Werte an, die wir jetzt genauer beleuchten wollen.

Das Motorola X Play hat wie das Wiko Highway einen Octa-Core-Prozessor. Wenn ihr den Prozessor also im Energiesparmodus betreibt werden entweder einzelne Kerne ausgeschaltet oder der Prozessor runtergetaktet.

Besonders am Motorola X Play ist der große Akku von 3.630 maH, der zur Zeit die zweitbeste Akkulaufzeit am Markt aufweist und damit eine Akkulaufzeit von bis zu zwei Tagen bietet. Trotz der großen Größe des Akkus kann dieser mit Hilfe eines Schnellladegeräts innerhalb von 30 Minuten voll aufgeladen werden.

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Zum Schluss nochmal alle Fakten zusammengefasst:

Das Akku hat 3630 maH, der Kontrast ist 78:1, die maximale Helligkeit liegt bei 597 cd/m², das Motorola X Play unterstützt LTE, der maximale Download-Speed liegt bei 42,2 MBit/s, ein NFC-Chip und ein Gyroskop sind eingebaut, 2 GB RAM, Bluetooth 4.0, WLAN, mirco-USB 2.0 Buchse, mirco-SD-Slot, Nano-Sim-Slot, Android 6.0 (Marshmallow).

Motorola Apps

Auf dem Smartphone sind die Google-Apps, die Moto-Apps und eine Radio-App vorinstalliert, diese können auch nicht deinstalliert sondern nur deaktiviert werden. Auf die Moto-Apps möchte ich im Weiteren kurz eingehen:

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  1. Moto-Spracherkennung:

Die hauseigene-Spracherkennung funktioniert bei Motorola wie folgt: Ihr sagt „Ok Moto X“ und könnt eurem Smartphone Befehle wie „Stelle den Wecker auf 8 Uhr“  geben. Das Beste ist, dass ihr eurem Smartphone einen Namen geben könnt, meins heißt beispielsweise Luise, ich sage also „ok Luise“und kann meinem Smartphone dann Befehle geben. Wenn ihr euer Motorola X Play mal nicht findet, könnt ihr beispielsweise den Befehl „Telefon finden“ sagen und das Smartphone sondert laute und schrille Töne ab.  Das funktioniert leider nicht immer, manchmal muss man das Motorola X Play anschreien und was man will gefühlte 1000 mal wiederholen.

2. Moto-Gestenerkennung

Zweimal das Handgelenk gedreht und schon ist die Kamera, auch im gesperrten Modus, bereit Bilder zu machen, das macht die Motorola Gestenerkennung möglich. Zwar geht die Kamera manchmal auch ungewollt an, weil man zuviel mit der Hand wackelt aber man hat den Dreh im wahrsten Sinne des Wortes schnell raus.

3. Moto-Benachrichtungen

Motorola setzt beim Motorola X Play nicht auf Benachrichtungs-LEDs sondern auf Moto-Benachrichtigungen. Wenn ihr eine Nachricht (Facebook, WhatsApp, SMS oder eine andere App) bekommt, blinkt das Smartphone kurz auf. Wenn ihr das Motorola X Play dann in die Hand nehmt zeigt es euch die Nachrichten an, ohne dass ihr erst einen Knopf zum Entsperren drücken müsst. Auch habt ihr dann gleich die Möglichkeit euer Smartphone zu entsperren um auf Benachrichtungen zu antworten. Bei mir klappt dies fast immer, nur manchmal blinkt mein Smartphone ohne eine Benachrichtung bekommen zu haben auf.

4. Moto-Regeln

Um 22 Uhr ist Nachtruhe und um 7 Uhr muss ich aufstehen, ja  sowas könnt ihr dem Motorola X Play mitteilen. Das merkt es sich dann und wünscht dir nicht nur zur eingestellten Uhrzeit eine „Gute Nacht“ oder einen „Guten Morgen“ sondern stellt sich automatisch auf lautlos.

5. Moto-Standorte

Ihr könnt eurem Handy sagen wo ihr zuhause seit oder wo ihr oft seit. Bei mir ist das beispielsweise mein zuhause, das zuhause meines Freundes und die Uni.

Sobald mein Motorola X Play mitbekommt, dass ich entweder bei mir oder bei meinem Freund zuhause bin, beginnt es mir – genau wie bei jeder Autofahrt – alle eingehenden Anrufe und SMS vorzulesen. Bei Anrufen sagt es die Nummer an und ich kann durch das Sagen von „annehmen“ oder „ablehnen“ Telefonate annehmen. Bei SMS ist das so ähnlich, erst wird der Text vorgelesen, dann kann ich durch das Aussprechen des Wortes „antworten“ und das diktieren eine Antwort eine SMS verschicken, ohne mein Smartphone anfassen zu müssen.

In der Uni stellt sich mein Smartphone dann automatisch auf lautlos.

Meine Erfahrungen

Für mich ist das Motorola X Play ein echtes Preis-Leistungs-Optimum, denn für den Preis von ca. 329€ kriegt man bei diesem Smartphone im Mittelpreissegment das Optimum.

Die gummierte Rückseite fühlt sich zwar nicht sehr hochwertig an, jedoch liegt diese gut in der Hand und fühlt sich auch angenehm an. Zwar ist das Motorola X Play nicht wasserdicht, jedoch sorgt eine Nano-Beschichtung dafür, dass das Smartphone vor Regen geschützt ist.

Das Display ist hoch aufgelöst, sodass keine Pixel erkennbar sind. Außerdem ist der Display sehr hell einstellbar und kontrastreich, auch kann man einstellen ob man eine intensive oder eine natürliche Sättigung der Farben wünscht.

Vor allem bei Tageslicht überzeugt die 21 Megapixel-Kamera, denn hier fehlt zwar ein Bildstabilisator aber das ist bei der trotzdem guten Qualität der Bilder zu verkraften. Nachts sind die Bilder leider nicht so gut wie am Tag.

Zwar wurde beim Motorola X Play nur ein Monolautsprecher verbaut, trotzdem ist alles gut verständlich und laut. Auch die Sende- und Empfangeigenschaften im Mobilfunk und WLAN sind gut.

Was mir leider fehlt ist ein Fingerabdruckssensor und die Möglichkeit des dauerhaften Anzeigens des Akkustandes am oberen Bildschirmrand, denn diesen kann man nur durch zweimaliges runterziehen des Benachrichtungsmenüs oder durch ein aus dem Playstore heruntergeladenes Widget sehen.

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Fazit

Es gibt natürlich Smartphones, die schneller sind oder mehr Power haben als das Motorola X Play. Wenn Du jedoch im Mittelpreissegment suchst, eine gute Preis-Leistung haben willst und Dir ein aktuelles Betriebssystem wichtig ist, würde ich Dir das Motorola X Play ans Herz legen.

maike

 

 

 

 

Motorola X Play

9.2

Optik

8.0/10

Qualität

9.0/10

Individualität

10.0/10

Hardware

9.0/10

Preis-Leistung

10.0/10

Pros

  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • großes Display
  • mirco-SD-Slot für bis zu 128GB
  • großer, leistungsstarker Akku
  • gute Bilder bei Tageslicht

Cons

  • Gewicht
  • viel Kunststoff verbaut
  • Akku nicht entnehmbar
  • kein Fingerabdrucksensor

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